VT 11.5 (BR 601) Trans Europ Express (R14183A) AC

+ 3teiliges Ergänzungs-Set (14070A)

Achsfolge: B’2’+2’2’+2’2’+(2’2’+2’2’+2’2’+)2’B’

Geschichte: Für den internationalen TEE-Verkehr mit einem erhöhten Komfort wurden die Dieseltriebzüge VT 11.5 in Deutschland entwickelt. Insgesamt lieferten im Jahre 1957 MAN 19 Triebköpfe, Linke-Hofmann-Busch 23 Abteilwagen und Waggonfabrik Wegmann acht Großraumwagen, acht Speisewagen mit Speiseraum, Bar und Reiseabteil sowie neun Küchenwagen mit vollelektrischer Küche und einem weiteren Speiseraum. Im hinteren Teil der Triebköpfe befanden sich ein kleiner Gepäckraum sowie zwei Dienstabteile für Zugpersonal und Zoll. Damit wurden planmäßig siebenteilige (maximal möglich waren zehnteilige) Triebzüge mit 122 Sitzplätzen sowie 46 Plätzen in den Speiseabteilen gebildet, welche 130 m lang waren und eine Gesamtmasse von 230 Tonnen besaßen. Diese Züge bestanden aus je einem Maschinenwagen an den Zugenden, zwei Abteilwagen, einem Großraumwagen, einem Speisewagen und einem Küchenwagen. Das Design der Züge wurde von dem deutschen Architekten und Industriedesigner Klaus Flesche entwickelt, dem langjährigen Leiter der Abteilung Industrial Design der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG.
Ab 1957 folgte der Einsatz der Baureihe VT 11.5 im TEE-Verkehr. Damit wurden anfangs täglich fünf Triebzüge benötigt und folgende internationale Verbindungen gefahren:

    TEE 31/32 Rhein-Main Frankfurt/M–Amsterdam
    TEE 74/75 Saphir Dortmund–Oostende
    TEE 77/78 Helvetia Hamburg-Altona–Zürich
    TEE 168/185 Paris-Ruhr Dortmund–Paris Nord
Das ständig zunehmende elektrifizierte Streckennetz sowie die beschränkte Kapazität der Dieseltriebzüge führte Mitte der sechziger Jahre immer mehr zu einer Umstellung der internationalen TEE-Kurse auf mit Lokomotiven bespannte Züge, wie beim TEE 77/78 Helvetia. Dafür gab es 1965 neue Verbindungen:
    TEE 155/190 Parsifal Hamburg Altona –Paris Nord
    TEE 25/26 Diamant Dortmund–Antwerpen
    TEE 19/20 Saphir Frankfurt/M–Oostende
Allerdings waren jetzt auch nationale Verbindungen im TEE-System möglich und die Triebzüge der Baureihe 601 wurden zwischen 1968 und 1971 auch als F-Züge sowie danach erstmals mit der neuen Produktbezeichnung Intercity als reine 1.-Klasse-Züge eingesetzt:
    Ft 38/37 Hans Sachs Dortmund–München
    Ft 140/141 Sachsenroß Frankfurt/M–Köln
    Ft 117/120 IC Prinzregent Frankfurt/M–München
    Ft 170/171 IC Mercator Bremen–Stuttgart
An Samstagen in der Wintersportsaison verkehrte von 1969 bis 1979 der F (bzw. ab 1971 IC) Karwendel als Reisebüro-Sonderzug in die Wintersportorte des Karwendelgebiets:
    Ft 1298/1299 Karwendel Frankfurt/M–Seefeld in Tirol
Mit der Einführung des Intercitysystems 1971 wurden die TEE-Züge darin integriert. Als letzte deutsche TEE-Verbindung existierte bis 1972:
    TEE 17/18 bzw. 84/85 Mediolanum München–Mailand
1971 richtete die Deutsche Bundesbahn das Intercitysystem als ein Städteschnellverkehrs-System mit 1.-Klasse-Fahrzeugen im Zwei-Stunden-Takt ein. Dafür konnte die zulässige Fahrzeughöchstgeschwindigkeit der Baureihe 601/901 bei siebenteiligen Einheiten auf 160 km/h erhöht werden. Im Schnitt wurden täglich sechs Einheiten eingesetzt. Um zehnteilige Einheiten, die 256 Sitzplätze hatten, mit einer Fahrzeughöchstgeschwindigkeit von 160 km/h betreiben zu können, wurde in vier Triebköpfen an Stelle des Dieselmotors eine Gasturbine mit einer Leistung von 2200 PS eingebaut. Diese Triebköpfe wurden zur Baureihe 602 umgezeichnet. Aufgrund technischer Probleme wurden die Gasturbinentriebköpfe Baureihe 602 bereits 1978 ausgemustert. Mit der Einführung des neuen Intercitysystems 1979 – beide Wagenklassen im Stundentakt – endete der Einsatz der Baureihen 601/901 im IC-Verkehr.
Ab 1980 wurden die Triebzüge der Baureihe 601/901 zehnteilig im Touristiksonderverkehr als Alpen-See-Express eingesetzt. Um die Kapazität auf 300 Sitzplätze zu erhöhen, wurden die Großraumwagen mit neuen Sitzen in 2+2-Anordnung ausgestattet, die den Sitzen der Bpmz291 entsprachen, jedoch mit dem braun/beige/orange gestreiften Polsterstoff der Speisewagen WRmz135 bespannt waren. Die Barwagen wurden in Großraumwagen mit der gleichen Sitzbauart umgebaut. Ausgehend von Hamburg und Dortmund verkehrten die Touristikzüge, teilweise gekuppelt zu zwanzigteiligen Einheiten, im Turnusverkehr nach Berchtesgaden, Grafenau/Bodenmais, Seebrugg/Lindau, Oberstdorf/Seefeld, Innsbruck/Zell am See und Salzburg/Berchtesgaden. Dieser Planeinsatz dauerte bis 1988. Ab 1987 wurden viele Fahrzeuge der Baureihe 601/901 (bis auf 601 002 und 901 403, welche verschrottet wurden) nach Italien verkauft. Nur einige Fahrzeuge verblieben als Museumszüge bei der DB und konnten auf Bestellung noch einige Jahre lang für Sonderfahrten gebucht werden.
1990 wurde eine zehnteilige Einheit von Italien nach Deutschland ausgeliehen und vom 27. Juli 1990 bis zum 29. September 1990 als Intercity „Max Liebermann“ von der Deutschen Reichsbahn zwischen Hamburg und Berlin eingesetzt. Ein Teil dieses Triebzuges mit den Triebköpfen 601 006 und 015 wurde später mit einer dunkelblau-weißen Lackierung versehen und durch die ESG Augsburg von der SSB Cargo Italia übernommen; er ist heute im Bahnpark Augsburg ausgestellt. Dort steht seit 2010 auch eine sechsteilige weinrot-beige Einheit mit den Triebköpfen 601 013 und 019. Seit 2007 bietet der Koch Alfons Schuhbeck zusammen mit dem Team der Augsburger Eisenbahn- und Sonderwagen Betriebsgesellschaft in der dunkelblau-weiß lackierten Garnitur das Projekt „Schuhbeck’s Blue Star Train“. Der Zug wurde dabei zu einem 204 Meter langen Restaurant umgebaut. Maximal 155 Gäste können so bewirtet werden.
Ab 2001 bestand die Hoffnung auf den Wiederaufbau und Wiederinbetriebnahme eines TEE-Exemplars der Baureihe VT 11.5 durch die Deutsche Bahn. Die Kosten der Restaurierung stiegen jedoch auf bis fünf Millionen Euro, unter anderem wegen der heutigen Sicherheitsstandards (für Notausstiege, nichtentflammbare Teppichböden usw.), sodass das Projekt gestoppt werden musste. Teile des TEE-Zuges waren vor dem Brand im Nürnberger Verkehrsmuseum zu besichtigen. Der Dieseltriebkopf 601 008, der Großraumwagen 901 122, der Abteilwagen 901 203 und der Gasturbinentriebkopf 602 003 befinden sich seit April 2011 in der SVG Eisenbahn-Erlebniswelt Horb am Neckar. Zuvor war der Gasturbinenkopf im Nürnberger Verkehrsmuseum ausgestellt.
Von den im Lokschuppen des Bw Leipzig Süd hinterstellten Fahrzeugen der Baureihe 601/901 fiel am 16. Januar 2012 der Mittelwagen 901 116 einem Brand zum Opfer. Hierbei handelt es sich um die Fahrzeuge für die geplante Museumsgarnitur des DB Museums. Im März 2012 wurden die Fahrzeuge an verschiedene Orte verbracht: Triebkopf 601 014 und Mittelwagen 901 115, 304 und 401 in die Eisenbahn Erlebniswelt Horb, der Triebkopf 601 018 ins Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn und die Mittelwagen 901 121 und 404 in das Depot Lichtenfels des DB Museums Nürnberg.
Technik: Die Baureihe VT 11.5 bzw. 601 besaß in jedem Triebkopf einen schnelllaufenden 12-Zylinder-Fahrdieselmotor 12V 538 TA 10 von MTU mit 1.100 PS. Dieser entspricht dem Maybach-Motor vom Typ MD 650/1B, die Motoren unterscheiden sich lediglich in der Bezeichnung nach der Maybach- oder MTU-Nomenklatur. Ursprünglich standen auch leistungsgleiche Dieselmotoren von Daimler-Benz (MB 820 Bb) und MAN (L 12 V 18/21) zur Verfügung. Der VT 11.5 hatte eine hydraulische Kraftübertragung mit Getrieben wahlweise von Voith (Typ LT 306r) oder von Maybach (K104 US/W), die dem Zug zu einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h verhalfen, die später auf 160 km/h angehoben wurde. Angetrieben wurde das Drehgestell unter dem Motor. Die Bremsen waren Druckluft-Scheibenbremsen ergänzt mit einer Magnetschienenbremse. Sämtliche Mittelwagen besaßen eine eigene Klimaanlage.
Beide Triebköpfe arbeiteten parallel. Durch eine elektrische Vielfachsteuerung konnten bis zu zwei weitere Triebzüge gefahren werden. Die Steuerung war mit dem VT 08 kompatibel.

Features bei diesem Modell:

  • Stromführende Scharfenberg-Kupplungen
  • Scharfenberg-Imitate vo und hi
  • Mittelmotor, 2 Kardanwellen - vorderes DG vo Achse, hinteres DG beide Achsen angetrieben
  • Nach Abnahme der SchaKu-Abdeckung(en) kann auch ein Zugverband hergestellt werden... -:)--(:-

Antrieb: axialer (Faulhaber-) Mittelmotor mit 2 Kardanwellen

Beschreibung: 1983-1984, TK mit Motor, Innenbel., digital (11); Dreilicht-Spitzensignal ws, festverdrahtet - auch am TK2 ws; Zü-BS-HH; BD Frankfurt, Bw Frankfurt-Griesheim, AW Nürnberg, REV. U2 Nür 18.06.63;
Umbau digital: 10/92; (43900 1984-90)
  • TK1: Inbeleuchtung flackert digital...
  • TK1: Draht an einer Soffitten-Klemme nachgelötet.
  • : ge und gr sind für die Stirnbeleuchtung zusammengelötet (?).
  • TK2: am hinteren DG war der Radschleifer RHvo nicht innen am Radkranz angebracht.
  • FrU: Dekoder 6081 (c81, 8-DIP-Sw) [11]

    F0: Abteil-/Innenbeleuchtung
    F1:
    F2:
    F3:
    F4:

    ..

     
    Verschleißteile & Ersatzteile
     
    Bezeichnung Menge Bestellnummer
    SchaKu TK, hinten (kurz, el. leitend): 1 Stück 89225
    SchaKu TK, vorne (kurz, el. leitend): 1 Stück 89226
    SchaKu Mittelwagen (lang, el. leitend): 1 Stück 89227
    Haftreifen: 4 Stück 85622(/23)(85612)
    Schleifer: 1 Stück 40003 (40064)
    Pantograph: nicht vorgesehen! nicht vorgesehen!
    Bremsschlauch links (i.Fr.): 1 Stück 93184
    Bremsschlauch rechts (i.Fr.): 1 Stück 93185
    Leuchtmittel, Glühlampe ws: 1 Stück 93519/90519
    oder 10026
    Leuchtmittel, Glühlampe rt: 1 Stück n/a
    Leuchtmittel, TK-Abteil
    oder Soffitte:
    1 Stück 111590
    10020
    Leuchtmittel Mittelwagen, Soffitte: 1 Stück 10020 (93517?)
    Motor: 1 Stück 85061
    Lokdekoder: 1 Stück 10739
    Elektronischer Umschalter: 1 Stück 49940
    Schaltschiebefeder: 1 Stück ?
    Entkupplungsschlüssel: 1 Stück 93190
    Raucheinsatz: nicht vorgesehen! nicht vorgesehen!

    Hier zu sehen mit Steuerwagen/Triebkopf 2.



    Das Treibgestell mit 5-poligem Hochleistungsantrieb (HLA)


    Die Elektronik


    Die Beleuchtung: Oben "weiß", darunter "rot"


    Anmerkung:
    Ich kenne den VT 11.5 als:

  • TEE 77/78 Helvetia Hamburg Altona – Zürich
  • Ft 117/120 IC Prinzregent Frankfurt/M – München
  • (ich lebte damals als Kind an der Bahnstrecke Wü-N - in Burgfarrnbach)

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    https://www.youtube.com/watch?v=JKHfSwoALYE - TEE Trans Europa Express VT11.5 (German Version) https://www.youtube.com/watch?v=CO3M2tM_3VU - Im Trans Europa Express (TEE-Zug) über die Wutachtalbahn VT 11.5 Kraftwerk https://www.youtube.com/watch?v=IcCubJEGRUU - Trans Europe Express / Historic diesel train VT601 / VT11.5 https://www.youtube.com/watch?v=pAErpW9Cus0 - TEE Rheingold - Deutschlands legendärer Luxuszug